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Motte vom Lößnitzgrund (WT 12.06.2001, 01Z1892R/Zw, Lz: Schußf., Wa.-T., BHP-G, BHPS-G)
Teckel auf Fährtenhunde-Prüfung nach Internationaler Prüfungsordnung der FCI
Mit ihrer Zwerg-Rauhaarteckel-Hündin Motte vom Lößnitzgrund nahm Katrin Meinl, Mitglied in der Gruppe Dresden, an einer Fährtenhunde-Prüfung teil, zu der Teckel nur sehr selten zu sehen sind.
Im Rahmen einer Prüfungsveranstaltung des Rassezuchtvereins für Hovawart erwarben sie das bei Gebrauchshunderassen geltende Leistungszeichen "IPO-FH".
Die IPO-FH, die Fährtenhunde-Prüfung nach Internationaler Prüfungsordnung der FCI ist die anspruchsvollste Fährtenhunde-Prüfung für die Gebrauchshunderassen.
An zwei aufeinander folgenden Tagen müssen jeweils 1800 Schritte lange (Menschen)-Fährten ausgearbeitet werden. Diese Fährten sind in unterschiedlichem Gelände und von verschiedenen Personen zu legen. Sie haben jeweils 7 Winkel (dabei mindestens zwei spitze Winkel) und auf ihnen liegen 7 kleine Gegenstände, die der Hund zu verweisen hat. Das Suchen beginnt frühestens 3 Stunden nach dem Legen. Damit es noch kniffliger wird, geht eine Person vor dem Suchen zweimal quer über die Fährte.
Die Prüfung fand an dem Wochenende 1./2. November 2008 statt. Es war sehr nebelig. Die erste Fährte war für Motte recht gut zu suchen. Allerdings waren die auf der nahen Strasse nur schemenhaft vorbei huschenden Autos eine große Ablenkung. Man könnte ja vielleicht ein Reh verpassen…
Am zweiten Tag lichtete sich der Nebel zum Beginn des Suchens etwas. Dafür war das Gelände um so schwieriger. Ein abgeernteter Körnermais-Schlag mit den Stoppeln, grob umgebrochen und schlammig ähnelte einer Mondlandschaft. Das Verfolgen der Spur erforderte die ganze Konzentration und vor allem Kondition von Motte. Die Suchenleine, die mindestens 10 Meter lang sein muss, wurde immer schwerer wegen Dreck und Nässe und sie verfing sich zunehmend in den Maisstoppeln. Es machte den Eindruck, als ob die Fährte überhaupt kein Ende nehmen würde. Übrigens sagte im Nachhinein der Fährtenleger, dass die Strecke wirklich länger als geplant war, weil er beim Legen im Nebel die Orientierung verloren hatte und deshalb einen Umweg zum geplanten Ziel laufen musste. Nach der Beendigung der Suche erfolgte die Auswertung. Was gab es da nicht alles kritisch zu bemerken: gerade sitzen beim Verweisen, nicht dabei zappeln, erst auf Kommando weiter suchen, die Winkel exakt laufen, auf der Spur laufen und nicht einen halben Meter daneben und und und…
Trotzdem, das Trainieren und das Kämpfen von Motte hat sich gelohnt. Mit 158 von 200 möglichen Punkten hat sie die zweitägige Prüfung bestanden. Katrin Meinl war sehr stolz auf ihre Motte. Konnten doch beide beweisen, dass die Leistungsfähigkeit der kleinen Teckel den großen Gebrauchshunderassen in nichts nachsteht.
KM
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